Selbstcoaching Fokus

Schreibtipps für Gedankenklarheit – Kreatives Schreiben im Coaching

Sortiere deine Gedanken – kreatives Schreiben im Coaching

Als junges Mädchen liebte ich meine Tagebücher, Freundschaftsbücher und Kalender heiß und innig. Wenn gerade ein Lächeln auf deinen Lippen liegt, ging es dir sicher ähnlich.

Buch, Stift und ein ruhiger Moment – mehr war nicht nötig um die vielen Gedanken zu sortieren und aufzuschreiben. Ich machte mir keine Gedanken ob sich der Text gut liest, alle Kommas an Ort und Stelle waren oder ob es überhaupt Sinn ergibt, was ich da schreibe. Und genau das war gut so und brachte den Schreibflow.

kreatives Schreiben im Coaching
Bild von pixabay.com

Gerade die (in der Pubertät oft schwierigen) zwischenmenschlichen Beziehungen und wirren Träume konnten hier reflektiert werden und zeigten oft einen neuen Blickwinkel auf die Situationen.

Ohne es zu wissen, nutzte ich eine wundervolle Möglichkeit Zugang zu meinem inneren Erleben und den damit verbundenen Emotionen zu schaffen.

Im Erwachsenenalter verschwand die Schreiberei nach und nach. Erst der bewusste Einsatz im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, brachte ähnliche Formen, wie das Tagebuch schreiben wieder in mein Leben zurück.

Schreiben heißt, sich selber lesen.

Max Frisch

Persönliches Schreiben bringt Selbsterkenntnisse und kann eine innere Klärung bewirken. Daher wird es – neben dem Dialog und dem Visualisieren – gerne in Coaching, Therapie, Personal- und Unternehmensentwicklung als Methode eingesetzt.

Was erfährst du in diesem Blogartikel?

Kreatives Schreiben im Coaching

Diese Möglichkeiten des kreativen Schreibens, wende ich heute bewusst für mich selbst und für meine Arbeit als Coach mit meinen Kunden an.

Kennst du folgende Situation?
Du hast einen tollen Gedanken, einen Geistesblitz und es scheint, dass du den „Stein der Weisen“ gefunden hast?
Was genau wird aus dem Gedanken? Eine Umsetzung? Oder verschwindet er irgendwann still und leise?

Schreiben bringt dir nun 2 wichtige Punkte:
1. Der Gedanke ist festgehalten und du kannst immer darauf zurück greifen.
2. Du findest mit dem Schreiben heraus, ob du den Gedanken wirklich zu Ende gedacht hast. Erst hier erkennst du häufig, dass noch Puzzleteile fehlen.

Anwendung im Coaching:

1. Im Zielorientierten Workbook (32 Seiten)

Das Coaching Workbook begleitet Kunden zwischen 3 Coaching Terminen – in der Regel in einem Zeitraum von 3 Monaten – und lädt durch Impulsfragen zu Selbsterkenntnissen und Klarheit ein. Eigene Ziele können formuliert und skaliert werden.

worbook coaching

Auszug aus einer Kundenstimme von Daniela Degoutrie zur Arbeit mit mir und dem Workbook:

Die Termine waren für mich unendlich wertvoll, voller Inspiration, wertschätzend, auf Augenhöhe.
Das Arbeiten mit dem Workbook empfinde ich als sensationell, es ist liebevoll gestaltet und lässt einen wirklich mal alles aufschreiben was einem immer mal zwischendurch kommt. Schreibe den Gedanken auf wenn er kommt denn sonst verfliegt er. Besonders gut gefallen hat mir das gestalten der eigenen Glücksmomente. In einem Moment wenn mal alles nicht so toll ist greift man sich das Buch schaut sich die Momente an und schon geht es einem besser.

Daniela Degoutrie

Danke liebe Daniela für dieses wunderschöne Feedback.

2. Eigene Reflexion mit abgestimmten Übungen

Zur vertiefenden Reflexion zwischen Coaching Sitzungen nutze ich
individuell gestaltete Aufgaben mit kreativen Schreibübungen.

Die Themen und Ansätze (Schreiben oder Visualisieren) hängen vom jeweiligen Menschen ab und ergeben sich aus den Coaching Gesprächen.

Ziel ist es Lösungsansätze und Ressourcen zu entdecken, die in Dialog und Visualisieren verborgen bleiben.

Meine 5 Schreibtipps um Ordnung in deine Gedanken zu bringen

Es gibt unzählige Möglichkeiten sich beim kreativen Schreiben auszutoben. Neben dem Schreiben für sich selbst oder als Übung aus dem Coaching, ist es eine wunderbare Erfahrung an Schreibworkshops teilzunehmen.

Neben neuen Impulsen und Techniken, hat man auch die Möglichkeit eigene Texte/Gedanken mit anderen zu Teilen – bei persönlichen Texten kann dies eine bewegende Erfahrung sein.

Der Mensch ist nur da wirklich Mensch, wo er sich die Geschichte seines Lebens nicht diktieren lässt, sondern selber schreibt.

Viktor Frankl

1. Journaling – Persönlichkeitsentwicklung mit Stift und Papier

In den USA bereits länger Trend, ist Journaling seit einiger Zeit auch in Deutschland angekommen.

Journaling
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Wie geht Journeling?

Bewaffne dich mit Stift und Papier und stelle dir eine Impulsfrage zu einem Thema, in dem du nach Klarheit/Antworten suchst. Für deine Konzentration und einen guten Schreibflow, stelle dir einen Timer auf 15 Minuten.
Wichtig ist nun, dass du nicht lange nachdenkst sondern einfach darauf los schreibst. Keine Schönschrift, keine tolle Formulierung, egal ob die Grammatik passt – schreibe einfach drauf los. Alles was dir einfällt, am besten ohne den Stift abzusetzen. Lass nicht zu, dass dein innerer Kritiker bewertet, was und wie du schreibst. Findest du keinen Anfang, starte einfach mit Worten wie: „Irgendwie finde ich gerade den Anfang nicht…“. Sobald du anfängst etwas zu schreiben, verschwindet diese Schreibblockade in der Regel.

Beispiel: Was erfüllt mich in meinem aktuellen Beruf?

Greife alternativ auf Journaling Fragen im Netz zurück, die zu dir passen. Bist du auf Facebook Mitglied, kann ich dir die Journaling Community von Juliane Tranacher empfehlen.

Die eigenen Gedanken und Gefühle in Worte fassen und unser Unterbewusstsein den Stift führen lassen. Dadurch kommen Erkenntnisse, die im Dialog oder dem reinen Nachdenken häufig nicht zu Tage treten.

2. Erfolgstagebuch – ein positives Bewusstsein für das eigene Tun schaffen


Wenn du auf deine Woche zurück blickst, kannst du spontan deine Erfolge (auch die Kleinen) nennen? Nein? Dann bist du in bester Gesellschaft. Unsere Gedanken kreisen oft um die Dinge, die nicht so gut gelaufen sind und die Erfolge werden übersehen.

Zunächst definiert jeder Erfolg auf seine eigene Weise. Beim Erfolgstagebuch geht es nicht nur um die großen Ziele/Erfolge, sondern um die kleinen Erfolge.
Diese können bei jedem anders aussehen.
Ein persönlicher Erfolg, z. B. das Verlassen der eigenen Komfortzone oder das Aufraffen zu Sport/gesunder Ernährung. Den Mut ein Konfliktgespräch zu suchen oder auch mal „nein“ sagen. Ein finanzieller Erfolg wie ein Kundenauftrag oder eine Gehaltserhöhung. Die ersten Schritt auf jemanden zugehen nach einem Streit… und und und… hier sind keine Grenzen gesetzt.

Hier gibt es mit dem Erfolgstagebuch die Möglichkeit deine Aufmerksamkeit auf das zu richten, was du gut machst und erreicht hast. Nach einer Weile wirst du eine erhöhte Achtsamkeit bei dir wahrnehmen und bewusster anerkennen was du leistest. Dieser positive Flow hilft dir an deinen Themen dran zu bleiben, auch wenn es zwischendurch nicht läuft wie geplant.

Du brauchst ein leeres Notizbuch, einen Stift und einige Minuten Zeit. Ob du dir wöchentlich deine Erfolge aufschreibst oder dir am Tag 3-5 Minuten Zeit nimmst, ist dir überlassen. Probiere einfach aus was sich für dich richtig anfühlt.

3. Einen Brief schreiben – innere Konfliktklärung und Selbstklärung

Diese Methode wird häufig im Psychotherapeutischen Ansatz genutzt und eignet sich gut um eigene aufgestaute Emotionen heraus zu lassen.

Achtung: Bitte nicht einfach anwenden, wenn du psychisch erkrankt bist (z.B. im Rahmen einer Depression) und/oder ein bekanntes Trauma hast (bei dem ggf. die Person mit der du einen Konflikt hast involviert ist). Diese Übung ersetzt auf keinen Fall eine Psychotherapie.

Schreibe einen Brief. An die Person, mit der du eine Herausforderung/ einen Konflikt hast, die dir aus diesem Grund in Gedanken ist und Gefühle wie Wut, Trauer oder Unverständnis hervor ruft. Ohne den Stift abzusetzen schreibst du einfach deine Gedanken und Gefühle nieder, ohne zwischendurch zu lesen und zu bewerten. Du kannst dir dabei eine Zeit festlegen (Timer) oder es auch ohne gewähltes Zeitfenster nutzen.
Hast du mit dir selbst innere Konflikte? Dann adressiere ihn an dich selbst.

Wichtig: Dieser Brief ist nicht zum Absenden. Es ist eine Möglichkeit deine Gedanken/Gefühlen zu formulieren und heraus zu lassen. Das Schreiben eines solchen Briefes bringt häufig Emotionen nach oben und erleichtert den Schreiber. Es dient dazu die aufgestauten Gefühle nicht weiter zu schlucken, sondern ihnen Raum zu geben.

Du kannst den Brief danach zerreißen oder verbrennen. Wenn dir danach ist natürlich auch aufheben.

In der Form des Briefeschreibens gibt es mit etwas Vorstellungskraft noch tolle Varianten. Du kannst z.B. einen Brief an dein 80 jähriges ICH schreiben oder auch an dein inneres Kind. Beide Formen können sehr berührend und bewegend sein und dir neue Sichtweisen auf deine Situation ermöglichen.


4. Dankbarkeits-Tagebuch – Positives Denken mit Dankbarkeit

Für was bist du heute Dankbar?

Ein Dankbarkeits-Tagebuch ist vom Vorgehen wie ein Erfolgstagebuch.

Hier empfehle ich jedoch es täglich einzuführen, um wirklich eine Routine aufzubauen. Du brauchst dafür nur 1-3 Minuten. Schreibe einfach auf, für was du heute Dankbar bist. Wann du es machst, ist dir überlassen – führe es jedoch als tägliches Ritual ein. Abends vor dem Einschlafen nimmst du das Gefühl und den Gedanken der Dankbarkeit mit in deine Träume. Morgens startest du damit in den neuen Tag.

Führst du das Dankbarkeits-Tagebuch eine Weile, hat es die Auswirkung, dass du vermehrt in einen positiven Denkmodus gerätst, was zu mehr Zufriedenheit und Freude beiträgt.


5. Bullet Journal – Verbindung Schreiben und Visualisieren

Ein Bullet Journal ist ein Notizbuch, bei dem du die Struktur und den Inhalt zu den Themen die dich beschäftigen bestimmst. Ob du es in Kalenderform nutzt oder in Listen, hier sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Mood Tracker Bullet Journal
Beispiel für einen Stimmungstracker für ein Bullet Journal – Visualisierung im Vordergrund



Je nachdem wie du es nutzt, steht statt dem Schreiben das Visualisieren im Vordergrund. Ein Bullet Journal bedeutet, sich einen individuellen Begleiter für die eigenen Gedanken zu kreieren. Mittlerweile gibt es hier sehr viele Fans, die ihre Ideen für andere zur Verfügung stellen. In Pinterest habe ich mir zu diesem Thema eine eigene Pinnwand erstellt und nutze die Vorlagen bei Bedarf.

Ich empfinde es als tolle Möglichkeit die eigenen Gedanken in Bild und Sprache zu bringen und erlebe dabei oft einen meditativen Flow.

Vor meinem Start mit dem eigenen Bullet Journal, habe ich mir Bullet Journal – Das Praxisbuch von Diana Meier-Soriat* gekauft und war mit den Erklärungen, dem Aufbau und den Ideen darin sehr zufrieden.

Meine liebsten Bücher und Stifte

Ich liebe hochwertige Bücher und gute Stifte und möchte dir hier gerne eine kleine Auswahl vorstellen. Es ist mein persönlicher Geschmack und keine beauftragte Werbung der Unternehmen, welche die Produkte anbieten.
Als Amazon Partner erhalte ich jedoch eine kleine Provision, solltest du dich für den Kauf entscheiden – ohne das sich für dich etwas am Preis/Versand ändert.

Produktempfehlungen Schreiben und Visualisieren

Leere Notizbücher

Was du persönlich gerne nutzt ist natürlich Geschmackssache. Theoretisch genügt ein Schulheft oder ein günstiges Notizbuch. Wenn du jedoch gerne etwas „Schönes“ und „Besonderes“ magst, dann schaue mal bei den Büchern von Leuchtturm und Moleskine.

Diese zwei Beispiele gefallen mir von Form und Haptik besonders gut:

Ein Notizbuch mit Softcover von Leuchtturm*. Format ist für die Handtasche geeignet und es ist in vielen tollen Farben erhältlich.

Ein Notizbuch von Moleskine* mit Hardcover. Liniert und in vielen Farben verfügbar.

Tagebücher (Dankbarkeit/Erfolg)

Das 6 Minuten Tagebuch*:
Wer sich gut fühlen will, muss auch gut denken – und das wird in diesem Tagebuch trainiert. Das 6-Minuten-Tagebuch hilft, nicht auf das zu schauen, was fehlt oder nicht passt, sondern sich auf Fortschritt und das Gute zu fokussieren. 

Ein 5 Jahres Tagebuch*:
Im Fünfjahresbuch ist auf jeder Seite Raum für einige Zeilen zum gleichen Kalendertag in fünf verschiedenen Jahren. Auf diese Weise lässt sich leicht erkennen, wie außergewöhnliche aber auch wiederkehrende Ereignisse im Verlauf der Zeit in unser Leben treten. Diese besondere Form ein Tagebuch zu führen, lässt im Verlauf der Jahre ein interessantes Nachschlagewerk der eigenen Vergangenheit entstehen.

3-Jahres Tagebuch* mit täglichen Fragen:
Außergewöhnliches Tagebuch zum kreativen gestalten mit Fragen und Aufgaben. Eine spielerische Variante Tagebuch zu führen. Eine schöne Idee, wenn du wenig Zeit hast und Erinnerungen an 3 Jahre deines Lebens festhalten möchtest.

Meine liebsten Stifte

Schöne Schriften begeistern mich, von daher ist ein Kugelschreiber zwar nett, aber viel lieber nutze ich Kalligraphie Stifte und bunte Fineliner.

Von Schneider gibt es zwei Kalligraphie Füller*, die sehr schön schreiben und auch für mich als Linkshänder funktionieren ohne zu schmieren.

Von Staedtler* gibt es dieses Fineliner Set. Möchtest du mit einem Bullet Journal beginnen, kann ich es empfehlen. Tolle Farben und gute Qualität.

Deine Erfahrungen und Ideen

Welche Erfahrungen hast du bereits mit kreativem Schreiben gemacht? Nutzt du bereits eine der Ideen oder hast du noch weitere Inspirationen? Schreibe mir deine Gedanken gerne in die Kommentare.

Vielen Dank fürs Lesen und wenn du Lust bekommen hast aufs kreative Schreiben (und ggf. Visualisieren), dann melde dich gerne zu meinem monatlichen Impulsletter an und du erhältst die Selbstcoachingübung „Kreatives Schreiben – Dein Fokus 2019“ zur eigenen Fokussierung und Ausrichtung kostenfrei per Email.

Diese Übung hilft dir eine aus einer ungewohnten Perspektive auf dich und deine (berufliche) Situation zu blicken. Die Verbindung von Denken und Schreiben, hilft dir Klarheit zu finden und deine Gedanken zu Ende zu denken. Ich wünsche dir ganz viel Freude damit und freue mich auf den Austausch mit dir.

Selbstcoaching Fokus
www.ineshammer.de/fokus2019-selbstcoaching

Liebe Grüße und frohes Schreiben und Visualisieren

PS: Dir hat die Übung gefallen und du möchtest weitere Impulse? Bis zum 01.02.2019 ist mein Neukunden Angebot „Fokus 2019“ noch als Online oder Offline Coaching buchbar.

Deine

Ines Hammer

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